Blutengel, damals, heute und ich dazwischen

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Distanzobjekt
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Blutengel, damals, heute und ich dazwischen

Beitragvon Distanzobjekt » Sa 7. Dez 2013, 13:28

Wenn Blutengel sich selbst reflektieren müsste, wüsste Chris sicher was zu sagen, doch wie steht es mit euch? Man ließt immer wieder, ja früher wären BE besser gewesen und andere meinen genau das Gegenteil doch wie hat sich euer Wesen über die Jahre mit und ohne BE geprägt?
1. Kunst und Schaffenskraft lässt sich genauso leicht kritisieren, wie es für den Kritiker schwer ist besseres zu leisten.
2. Nur wer Toleranz Grenzen setzt, weiß Freiheit zu schätzen.
3. Nur wer Achtung sät wird Achtung ernten.
4. Den Kopf zum denken benutzen ist keine Straftat.

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Schneeflocke
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Re: Blutengel, damals, heute und ich dazwischen

Beitragvon Schneeflocke » Sa 7. Dez 2013, 14:02

Es ist zum Glück Ansichtssache ob eine Band sich zum Guten oder Schlechten entwickelt. Ich versuche diese Veränderungen nicht zu werten. Entweder ich mag das Lied oder nicht. So einfach ist das, da ist es mir auch egal obs Industrial oder Mittelalter, oder wie hier eben Elektro ist.
Meinen Geschmack trifft Blutengel nach wie vor, obwohl ich inzwischen auch gerne was anderes höre. Was erstaunlich ist, da ich so ein Typ bin der seine Lieblingsband wechselt, wie andere Leute die Unterwäsche. ^^"
Ob die Band jetzt mich verändert hat weiß ich nicht, aber sowas erkenne ich auch nur sehr schlecht. Ich weiß auf jeden Fall, dass mir etwas fehlen würde wenn ich Blutengel nicht (mehr) hätte.
Ich hoffe ich konnte deine Frage beantworten, und ich hoffe, dass ich nicht abgeschweift bin, das passiert mir ständig.
Jede Geschichte verdient es gehört zu werden.
Angeal Hewley Final Fantasy VII Crisis Core

benny201100
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Re: Blutengel, damals, heute und ich dazwischen

Beitragvon benny201100 » Sa 7. Dez 2013, 14:51

Ich muss sagen ich bin circa seit 2005 dabei,bin mit Live lines eingestiegen,also ihre erste Dvd,die echt cool war
Musikalisch haben sie sich auf jeden Fall weiterentwickelt,die Shows wurden geändert.
Mir fehlte eine Zeit Lang die Performances von Sonja aber die neuen Tänzerinnen sind aucn nice=)
es war schon immer eine Stärke von Blutengel Musikstücke gekonnt in Szene zu setzen
auch jetzt mit son kleinen Orchester dabei ist auch mal was anderes ,finde ich auch positiv mal was neues zu probieren immer wieder gerne gesehen=)
Natürlich ist die Musik "poppiger" geworden aber nur zum Teil
sie singen viel deutsch,auch das finde ich positiv(ich weiß gar nicht ob ich Blutengel in deutsch oder in englisch besser finde,das nimmt sich nicht viel,es passt auf jeden Fall immer)
habe natürlich auch die früheren Stücke angehört,die mir auch sehr gefallen
würde mir auch vielleicht wünschen mal wieder mehr oldschool sachen sag ich mal mit einfließen zu lassen
aber mit zum beispiel save our souls wurde dieses auch getan
gesanglich haben sie sich auch sehr weiterentwickelt,Chris sowieso immer souverän und gefühlvoll,grade bei persönlichen Songs wie Ein Augenblick,Die Zeit und Die with you
aber einen sehr großen Sprung grade von Anfangszeiten zur Tränenherz Tour hat Ulli gemacht
und natürlich auch in diesem Jahr,wie Chris schon sagte die weltbeste Sängerin=)auf jeden Fall einer der besten Deutschlands xd
Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden,Blutengel ist und bleibt meine Lieblingsband das kann ich mit Stolz sagen!

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Seelenfieber
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Re: Blutengel, damals, heute und ich dazwischen

Beitragvon Seelenfieber » So 8. Dez 2013, 18:45

Ich bin auch schon seit 12 Jahren ein Fan von BE und ich finde es gab höhen und tiefen . Einiges hat mir damals nicht so gefallen aber das ist ja Geschmackssache . So wie sie jetzt sind wie sie ihre Musik uns übergeben finde ich klasse und sie werden immer besser .
Heiliger Erzengel , verteidige uns im Kampf, gegen die Bosheit und die Nachstellungen des Teufels sei du unser Schutz. Gott gebiete ihm, so wir bitten demütig: Du aber Fürst der himmlischen Heerscharen, stürze den Satan und die anderen bösen Geister, die zum Verderben der Seelen in der Welt umherziehen, mit göttlicher Kraft, in die Hölle hinab.

Riku
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Re: Blutengel, damals, heute und ich dazwischen

Beitragvon Riku » Fr 10. Jan 2014, 18:07

Früher war eh alles besser, wie immer.^^
Aus rein künstlerischer Sicht ist m.E. nach natürlich die Qualität der Musikstücke enorm weiterentwickelt worden, was nicht zuletzt auf neue Technik und besseres Mastering zurückzuführen ist - logisch, damals gab es eben noch nicht so starke Technik für Jedermann. Doch ist es in gewisser Weise das, was BE in dieser Hinsicht auch heute noch für viele so attraktiv macht - der Oldschool-Sound vereint mit dem perversen Stimmverzerrer... *gg*

Wenn ich mal versuche darf, die "früher war es besser"-Einstellung zu entschlüsseln, dann denke ich, dass dies auch ein Aspekt ist, den manche vermissen werden, dieses Experimentelle. Denn bspw. die Child Of Glass in ein Genre einzuordnen dürfte recht... "spannend" werden, da sich darin Elemente aus den 80ern, z.B. die Intromelodie v. Warriors Of Destiny, und, schwer zu sagen, teils EBM, teils weiches Industrial wiederfinden. Meinetwegen können wir auch andere CDs und Songs bis 2004 nehmen, kein Problem. Wie sieht es zum Beispiel mit dem Intro von Our Time aus? Hat jemand den Synth schonmal im Song eines anderen Künstlers gehört? Ich zumindest nicht. Und das ist dieser subjektive Eindruck - trotz dass jeder Song für sich einen ganz eigenen Klang hatte, konnte man ihn sofort als BE identifizieren.
Ansonsten würde ich persönlich den "typischen" BE-Stil mit der Seelenschmerz CD gleichstellen - weiß nicht, ob es da von den Oldies irgendwelche Einwände gäbe. Auch wenn es recht subjektiv geschrieben ist, finde ich persönlich, dass sich v.a. auf dieser CD der typische BE-Stil etabiliert hat - experimentell, melodisch, Break Beats, etc. - aber ein Künstler würde sich langweilen, wenn er jahrelang das Gleiche machen würde, doch das ist eben der Effekt der Zeit und des Fortschritt, der diesen Stil verblassen lassen hatte und BlutEngel aus meiner Sicht zu einem Szenekünstler wie jeden anderen machte - professioneller Sound, professioneller Gesang. Bestes Beispiel: Song - "Monument". Ich bitte euch!^^

Das waren zumindest die Gesichtspunkte, die ich immer wieder vertreten hatte, aber nichts ist für immer. Man sollte dankbar für das sein, was der Künstler geleistet hat und sich des Repertoires bedienen, welches einem zur Verfügung gestellt wird. Ich bin dankbar für die Songs und die Zeit, in der mich die alten BE-Songs begleitet haben.

Was es sonst noch aus objektiver Sicht zu erzählen gibt... Klar, Sängerinnen- und Tänzerinnerwechsel - bei Constance damals gab es ja heftigst Beef -, wodurch sich Performance als auch Songs ziemlich veränderten. Ein nochmals großer Umsprung nach der Demon Kiss war Soultaker auf Promised Land z.B.... Und insbesondere die Performance hatte sich ja auch nochmal verändert... Glaub nach 2003 war das, als dann der Anzug kam und die coolen Tanzeinlagen von Chris fehlten.^^ Ansonsten gibt es jetzt nicht so viele weiteren Dinge, die mir spontan einfallen würde... Das man über Liebe immer singen kann, ist kein Geheimnis; doch die Motivation war wohlmöglich im Vergleich zwischen 2001 und 2011 nochmals... individuell.

Soviel von meiner Seite. Peace out!^^

GebrochenesHerz
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Re: Blutengel, damals, heute und ich dazwischen

Beitragvon GebrochenesHerz » So 12. Jan 2014, 20:57

Eine Entwicklung ist ja nicht zu übersehen, und eine Entwicklung finde ich grundsätzlich immer positiv. Stillstand wär ja furchtbar!

Vor allem finde ich, dass Ullis Stimme sich extremst gesteigert hat in letzter Zeit. Ansonsten ist Blutengel allgemein reifer geworden, so würde ich das nennen. Mir persönlich gefällt alles, und die Entwicklung ist ja auch sehr spannend. Gerade mit der neuen Live-Band. Einfach super, die Entwicklung, und spannend.

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Chris Pohl
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Re: Blutengel, damals, heute und ich dazwischen

Beitragvon Chris Pohl » Fr 17. Jan 2014, 11:26

ein sehr interessantes thema, welches ich mit spannung lese.... ja, riku du drückst dich wie immer gekonnt aus... dieses thema gibt es auch hier bei uns im studio ganz oft... was wollen wir denn machen? wie wollen wir denn klingen? klar würde ich auch gerne mal wieder songs wie früher schreiben aber so ganz einfach ist das nicht.... ich weiss mehr über musik und habe auch einfach ganz andere vorstellungen... daher wird auch ein von mir als "back to the roots" angepriesener song nie wirklich wie früher klingen. ABER ich meine damit die herangehensweise und die idee zu text und stimmung! Die musik, die ich heute mache, ist die musik, die ich mag! sonst würde ich sie ja nicht machen :-) es wird immer ausflüge in poppige regionen geben aber auch härte sachen (mit bissl verzerre, riku ';-)) ich mag eben sehr vieles... die klassik entwicklung finde ich momentan sehr spannend und manifestiere sie ja mit "black symphonies" - ob es mehr davon gibt, weiss ich noch nicht.... Schaun wir mal, was die zukunft bringt und welche style ich noch so verwursten werde.... ich weiss nur, dass das nächste album wieder anders klingen wird... und so sollte es auch sein, denn es gibt genug bands, die immer gleich klingen.... kann ja nett sein - ich mag es nicht aber wenn es die band befriedigt ist das auch absolut ok :-) in diesem sinne.... hört euch einfach die neue single an, dann wisst ihr, was mir anfang 2014 so gefällt^^

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Rapunzelchen
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Re: Blutengel, damals, heute und ich dazwischen

Beitragvon Rapunzelchen » Do 12. Nov 2015, 20:15

Ich möchte auch etwas zum Thema sagen:
- Mal ein ganz anderer Blickwinkel -
Und zwar - eigentlich müßte für mich die Überschrift heißen "Blutengel, heute und ich dazwischen", denn zu damals kann ich nicht sooo viel sagen.
Aber irgendwie scheint sich doch etwas abgezeichnet zu haben, als ich 1998 auf der Turngala eine Schauspielrolle hatte. Damals habe ich noch Jazzdance mitgemacht und als wir für die Turngala etwas geübt hatten, fiel mir ein, daß ich doch für die Rolle eines Vampirs wie geschaffen sei. So richtig mit spitzen Eckzähnen und so. Naja, zu dem Zeitpunkt war ich gerade in Zahntechnischer Berufsausbildung. Und passenderweise bekam ich die passenden Zähne mitsamt dem Gegenbiß dazu.
Das Resultat davon war, daß ich es als Titelbild auf die Sportseite des GTs geschafft habe; als Mephistopheles.
Den Ausschnitt hob ich mir auf.
Für die Rolle lernte ich aus einem Reclamheftchen die gesamte Textpassage auswendig, wo der Sprechtext drin vorkam. Von diesem Auftritt gibt es sogar eine Aufnahme, die mein Freund auf DVD gebrannt hat.

Dann war jahrelang nichts.

Inzwischen lernte ich das Nähen nach Schnittmustern und ich nähte mir viele Anziehsachen selber.
Eines Tages habe ich mir eine Hose und die passende Jacke dazu genäht. Weil ich blauen Jeansstoff dazu genommen hatte, stickte ich mir etwas auf die Hose und die Jacke drauf, was meiner Meinung nach optimal paßte.
Und so zeichnete ich mir hinten auf die Jacke geschwungene Engelsflügel drauf und auf die hintere Passe der Hose ebenfalls diese geschwungenen Engelsflügel.
Das war irgendwann im Jahr 2006 oder so.
Wenn ich das Schnittmuster wiederfinde, mache ich mir die Hose nochmal, allerdings mit einer anderen Jacke dazu, wo ich den Originalschnitt etwas abändere, sodaß es meiner eigentlichen Vorstellung am nächsten kommt.

Heute schreibe ich viel. Ich lasse mich inspirieren von Musik und schreibe dazu auf, was mir einfällt. Aber nicht nur. Auch gelesenes und selbst erlebtes schmücke ich manchmal abgewandelt aus, sodaß es hier und da einen Platz findet in meinen ausgedachten Geschichten.
Oder manchmal schnappe ich etwas gesprochenes auf, tue dazu etwas Phantasie und kreiere daraus etwas Neues.
Blutengelmusik finde ich für mich in diesem Sinne inspirierend und auch etwas geheimnisvoll - teilweise könnte das auch in eine rein fiktive Geschichte passen.

Mein Wunsch wäre es, mal eine fiktive Person in meiner ausgedachten Hauptgeschichte zu spielen, die Hoffnung und Frieden verbreitet.
Ich glaube, das geht schon ein bischen in Richtung Rollenspiel, oder?

- Wie auch immer ...
Ich wollte hier auch mal etwas zum Thema gesagt haben und habe es so gemacht, wie ich es aus meiner ganz eigenen Sichtweise sehe.
Ist doch auch interessant, nicht wahr?
Früher mußte man selbstbewußt sein, als Frau kurze Haare zu tragen.
Heutzutage muß man selbstbewußt sein, wenn man wieder als Frau lange Haare trägt.
(meine eigene Feststellung)


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