Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

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Schneeflocke
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Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

Beitragvon Schneeflocke » Mo 25. Nov 2013, 17:19

Was ist Gesellschaftskritik? Wieso tut sich jeder so schwer damit? Und wenn die Szene aus Gesellschaftskritik entstand, warum ist sie dann so wie sie jetzt ist? Das heißt: Gibts da überhaupt noch den winzigsten Bezug zur Szene?
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schneewittchen
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Re: Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

Beitragvon schneewittchen » Mo 25. Nov 2013, 20:58

Wieso tut sich jeder so schwer damit?

Wer ist "Jeder"?
Nur weil "jeder" ein Tablet UND ein Smartphone hat, muss ich das dann auch haben? Nein!
Nur weil "jeder" bei Facebook gemeldet ist, muss ich dann da auch hin? Nein!
Nur weil "jeder" sein Glück über sein Einkommen definiert, muss ich das auch tun? Nein!
Ich habe keine Ahnung wie ich unsere konsumgeile Gesellschaft ändern könnte aber ich weiß, dass ich nicht dazu gehöre.
Die Kleidung innerhalb der Szene ist für mich nur ein optischer Ausdruck um Distanz zur üblichen Gesellschaft zu zeigen. Modefarben ändern sich in jeder Saison, Schwarz bleibt Schwarz. Viel wichtiger finde ich das eigene Handeln innerhalb der Gesellschaft zu überdenken. Auch mal den Mund aufzumachen wenn was schief läuft. Nicht nur immer dieses "Hmm ist eben so, kann man nicht ändern" Gelaber.
Die Szene ist so wie sie ist weil man damit Geld verdienen konnte und noch immer kann und weil es den meisten Sch...egal ist, was aus ihr geworden ist.
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Re: Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

Beitragvon Schneeflocke » Mo 25. Nov 2013, 21:00

Offtopic:
Tschuldige, war nicht so gemeint. :(
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Re: Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

Beitragvon schneewittchen » Mo 25. Nov 2013, 21:03

Offtopic:
Alles gut... :)

Du bist schon auf dem richtigen Weg...!
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Re: Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

Beitragvon Schneeflocke » Mo 25. Nov 2013, 21:06

Irgendwas muss ja hängenbleiben wenn man Diss Kommentare ließt. ^^
Offtopic:
Nicht böse gemeint.
Hast ja recht. ^^
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Re: Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

Beitragvon Distanzobjekt » Mo 25. Nov 2013, 21:41

Schneewittchen hat recht, am Ende ist man bei sich, wenn man weiß was man brauch um wirklich zufrieden und glücklich zu sein und spätestens ab diesem Moment sieht man, wie wenig man dem Einheitsschritt der Masse gleich tut. Die Kritik fängt immer da an, wo man nein sagt. In der Szene ist dies jedoch auf Grund des fließenden Übergangs, der Prostitution dieser durch Geld, wie bereits gesagt und der Bequemlichkeit in Vergessenheit geraten und leider transportiert die Stimme, sprich die Bands, zum Großteil nichts anderes als das. Sie und die zustimmenden Masse die zu ihnen aufschaut, bestätigen das Versagen durch ihr Treiben in jedem Moment. Die Macht wieder etwas aus uns zu machen, liegt in jedem Einzelnen der hier unterm schwarzen Stern wandelt, verborgen. Es genügt nur ein Nein und das Wissen warum man nein sagt. Alles andere, ergibt sich dann von selbst: eigentlich.
1. Kunst und Schaffenskraft lässt sich genauso leicht kritisieren, wie es für den Kritiker schwer ist besseres zu leisten.
2. Nur wer Toleranz Grenzen setzt, weiß Freiheit zu schätzen.
3. Nur wer Achtung sät wird Achtung ernten.
4. Den Kopf zum denken benutzen ist keine Straftat.

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Re: Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

Beitragvon Schneeflocke » Mo 25. Nov 2013, 21:47

Und eigentlich bedeutet was?
Offtopic:
Ist der "Einheitsschritt" nicht von den Goths erfunden worden? ;)
Der Name ist Programm was? *gg*
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Re: Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

Beitragvon Distanzobjekt » Mo 25. Nov 2013, 21:57

Der Einheitsschritt war in erster Linie eine Kritik die sich damals wie heute vornehmlich an die eigenen Leute richtete. Man kritisierte schon früh das man auch in der Szene auf wenig Relfektion stieße und entsprechend wollte man in der Szene noch einmal anders sein. Heute würde sich manch ein Oldschool etwas Geschlossenheit wünschen denn am Ende, definiert man sich nur noch über die optische Erscheinung als das was Goth ausmacht, mit der Seele oder dem Funken Gesellschaftskritik die ein Fundus an Würde hat, ist jedoch nur noch eine Hand dabei. Auf der WGT z.B. gab es seit Beginn einen kleinen Künstler der ferner von den Bühnen Musik spielte. Er gab vor eins oder zwei Jahren auf, denn er erreichte niemanden mehr, alle zogen an diesem vorbei auf der Suche nach den ganz großen, nach dem Showlaufen. Ab diesem Moment hatte ich dann für mich die endgültige Bestätigung, dass zwar noch schwarz drauf steht, aber die Verpackung verspricht was nicht drin ist. Künstler die sich der Kritik annehmen, scheitern. Schönes Beispiel Samsas Traum. Er machte zunächst ein auf Satanist, im nächsten Moment auf Öko und Veganer. Die Masse folgte ihm blind, es ging soweit, dass jene, die nicht Vegan lebten von einigen der harten Anhänger ausgeschlossen und verachtet wurden und dann, gab Alex fröhlich bekannt, dass er es liebe in ein saftiges Stück Rind zu beißen. Es war die reflektierteste Ohrfeige zur Selbstfindung an die Masse die man dieser zukommen lassen kann doch unterm Strich, war auch das nur ein Zischen eines Tropfen der auf dem Stein verdampfte.

Man kann nicht darauf warten, das andere die Arbeit für einen übernehmen, es liegt stets an einem selbst. Und wenn man macht was möglich ist und damit sein eigenes Sein in der Bahn hat die gut durchdacht angestrebt ist, so hat man sich nicht vorzuwerfen und tut, was die Szene ausmachte.

Diese Tatsache, macht eigentlich jedes Kollektiv aus, egal ob Stinos, Hopper, Goth, Raver oder was auch immer, man ist was man ist und findet seines gleichen, es kommt einfach nur auf das völlig begriffene Bewusstsein an.
1. Kunst und Schaffenskraft lässt sich genauso leicht kritisieren, wie es für den Kritiker schwer ist besseres zu leisten.
2. Nur wer Toleranz Grenzen setzt, weiß Freiheit zu schätzen.
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Re: Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

Beitragvon Schneeflocke » Di 26. Nov 2013, 05:57

Harter Tobak. Auch nach dem dritten Mal lesen, will es nicht in meinen Holzkopf. Ich befasse mich später damit noch mal genau, vielleicht ist es einfach zu früh. ^^"

Aber mir fällt ein, dass ich das schön öfter gemacht habe was schneewittchen sagte.
Unzählige Fragen mit "Haste Facebook?" wurden von mir mit "Facebook? Was soll das sein?" beantwortet.
Siehe da, ich kanns doch, zumindest ein bisschen. ^^
Natürlich weiß ich was Facebook ist, ich find nur das entsetzte Gesicht der anderen so lustig wenn sie meine Antwort hören. *gg*
So ging das mit vielen Sachen, die ich als unnötig erachtet habe. Angefangen von VZ über Dragonball Z zu Facebook, und schließlich Justin Bieber und One Direction.
One Direction, dahin streben auch die Leute egal welcher Gruppierung. Immer nur in eine Richtung, bis jeder uniformiert ist. Könnte man einen Horrorfilm draus drehen.
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Re: Gesellschaftskritik, Bezug zur Szene?

Beitragvon schneewittchen » Di 26. Nov 2013, 11:46

Im nächsten Schritt kannst du deinem Gegenüber klar machen warum du z.B. Facebook nicht hast. Hier hilft es allerdings nicht, nur zu sagen: "Finde ich blöd. Brauch ich nicht." Mach deinem Gesprächspartner klar, dass er sich selber damit in seiner Einzigartigkeit einschränkt. Wer sich nur über die Anzahl der Facebook-Freunde definiert versäumt einen Großteil des wirklichen Lebens. Das ist zwar jetzt krass ausgedrückt aber viele User merken überhaupt nicht mehr was sie alles verpassen. Und genau DAS kannst Du ihnen ab und zu sagen... Frag doch mal ganz direkt bei wie vielen "Freunden" sie nachts um drei anrufen können weil ihr Auto grad den Geist aufgegeben hat und sie ein Taxi bräuchten?
Viele User leben ihr Leben doch größtenteils nur noch im Netz. Das Handy ist überall dabei und alles muss sofort ins Netz gestellt werden... erbärmlich!
Sei ehrlich und sag den Leuten, dass du gern ein paar Geheimnisse hast, die nicht jeder kennt. Dass du es schöner findest einen Menschen erst nach und nach kennen zu lernen und nicht nur sein Profil besuchen willst.
Offtopic:
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