Gibt es einen Gott?

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Kara
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Kara » Mi 26. Okt 2011, 20:44

Wie denkt ihr, sind die komplexen Baupläne der Natur enstanden?

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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Distanzobjekt » Mi 26. Okt 2011, 20:50

Willkürlich auf den Basen der existierenden Materie unter dem Aspekt von Mengenverteilung Kara.

Dann mische ich mal im geringen Rahmen mit. Man geht bei Gott stehts von einer höheren Macht aus, richtig? Diese höhere Macht wird Leben und Tod zugesprochen, richtig? Mit anderen Worten man definiert Gott durch die Bewegung von Energien oder besser gesagt Gott ist die bewegende Energie. Jede Naturwissenschaft die sich mit Bewegungen von Materie beschäftigt, beschäftigt sich mit der Bewegung von Energien womit der Beweis für Gott erbracht sein sollte. Die Frage die also gestellt werden müsste ist die ob Gott bewusst oder unbewusst ist/ existiert.
1. Kunst und Schaffenskraft lässt sich genauso leicht kritisieren, wie es für den Kritiker schwer ist besseres zu leisten.
2. Nur wer Toleranz Grenzen setzt, weiß Freiheit zu schätzen.
3. Nur wer Achtung sät wird Achtung ernten.
4. Den Kopf zum denken benutzen ist keine Straftat.

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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Riku » Mi 26. Okt 2011, 20:58

Distanzobjekt hat geschrieben:Willkürlich auf den Basen der existierenden Materie unter dem Aspekt von Mengenverteilung Kara.

Dann mische ich mal im geringen Rahmen mit. Man geht bei Gott stehts von einer höheren Macht aus, richtig? Diese höhere Macht wird Leben und Tod zugesprochen, richtig? Mit anderen Worten man definiert Gott durch die Bewegung von Energien oder besser gesagt Gott ist die bewegende Energie. Jede Naturwissenschaft die sich mit Bewegungen von Materie beschäftigt, beschäftigt sich mit der Bewegung von Energien womit der Beweis für Gott erbracht sein sollte. Die Frage die also gestellt werden müsste ist die ob Gott bewusst oder unbewusst ist/ existiert.


Clever...
Um bei der gemeinten Frage zu bleiben:
@Kara - Jeder Organismus besteht aus einer DNA. Diese besteht aus Proteinen, die die Erbinformationen enthalten. Diese können bei der Mitose falsch angelegt werden, sodass dann z.B. 2 Proteine namens "A" in einer Zelle vorhanden sind, in der anderen jedoch keine. Und solche Sachen wurden durch die Radioaktivität beeinflusst (bestes Beispiel: Tschernobyl), sodass immer wieder neue Mutationen entstanden sind. Durch sowas gibt es auch Sachen wie Trisomie 21, wobei ein das 21. Chromosom 3x vorhanden ist, die auch weiter vererbt werden können.

DG,
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Kara » Fr 28. Okt 2011, 12:54

Fakt ist: Wer an Gott glaubt braucht Sicherheit und Ordnung, die er sich selbst nicht geben kann. Außerdem spielt was Egozentrik mit.


Für mich steht bei der Frage nach Gott weniger das Bedürfnis nach Sicherheit und Ordnung, als viel mehr die Frage nach der der Natur innewohnenden Intelligenz im Vordergrund.

Ich stelle mir die Existenz Gottes so ähnlich vor wie die Existenz von Technikern bei der Erschaffung von z.B. DVD-Spielern :

Als man (z.B. ein Naturvolk) das erste Mal einen DVD-Spieler sah, waren alle fasziniert ! Wer macht die wunderbaren Bilder auf dem Bildschirm ? - Es muss Gott sein !

Mit den Jahren konnte das Volk die Technik des DVD-Spielers immer besser verstehen (Wissenschaft), plötzlich erkannten sie, dass die Bilder auf der silbernen Scheibe gespeichert sind (Gehirn), dass die Filme in Hollywood produziert werden (Seele oder Geist), dass das Gerät mit Strom läuft usw.

Eines Tages waren sie sogar in der Lage, den gesamten Bauplan und die technische Funktionsweise des Gerätes zu verstehen (Biologie, Medizin...) - einige wagten es sogar, selbst Geräte zu bauen (Gentechnik). Der Mythos war entschlüsselt: es handelte sich um Technik, nicht um Gott !!!

Man entdeckte sogar, dass der DVD-Spieler einst aus dem Videorecorder hervorgegangen ist, dieser wiederum aus dem Kassettenrecorder, aus dem Tonband usw. (Evolution).

ABER: Obwohl sie diese Zusammenhänge sehr richtig durchschaut hatten, verkannten sie dennoch die Existenz des eigentlichen Schöpfers: der Techniker (Gott) !!!

Ich sehe in Gott einfach das intelligente Prinzip in der Natur.
@Riku: Mutationen durch (nicht intelligente !) Radioaktivität können sicherlich Erbmaterial VERÄNDERN, aber kann sie es auch auf hochkomplexe Art und Weise VERBESSERN ??? (Außerdem halte ich Radioaktivität eher für destruktiv als konstruktiv !)
Wenn die Evolution tatsächlich auf dem Prinzip basiert, dass die sinnvollen Eigenschaften sich durchsetzen und die unsinnigen aussterben, dann müssten erstens viel mehr unsinnige Eigenschaften zu beobachten sein, denn die Entstehung unterläge ja nur dem Zufall. Hinterher wird erst ausgesucht, ob gut oder schlecht.
Und zweitens wäre die genetische Kodierung eines "dritten Auges" (Riku) eine zufällige Neukombination von Basenpaaren ??? Einfach mal zufällig ??? Schwupps, ein Auge kodiert ??? (Das meinte ich mit meinem Beispiel, dass durch simple Auslöser wie Kratzer so komplexe Dinge wie neue Filmszenen entstehen...)

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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Kara » Fr 28. Okt 2011, 13:05

Distanzobjekt hat geschrieben:Jede Naturwissenschaft die sich mit Bewegungen von Materie beschäftigt, beschäftigt sich mit der Bewegung von Energien...


Den Satz verstehe ich nicht. Könntest du bitte nochmal auf laienhafte Weise erklären, was du meinst !?

Willkürlich auf den Basen der existierenden Materie unter dem Aspekt von Mengenverteilung Kara.


Berücksichtigst du bei der Mengenverteilung auch die entspechende statistische Wahrscheinlichkeit für die Kombination von Basenpaaren, die zu einer lebenden Zelle führt ?

Welche Kraft lässt die molekularen Bestandteile des Lebens sinnvoll miteinander interagieren ?

So wenig, wie ich an Gott glaube, glaube ich auch an die Wissenschaft. Wenn man sich die Funktionsweise dieser näher anschaut, wird deutlich, dass das Wissen, dass die Wissenschaft schafft, alles andere als sicher ist.
Die Wissenschaft ist die neue Religion, der wir brav folgen.


Da ist was dran. Das sehe ich auch so. (Außer, dass ich eben doch an Gott glaube.)

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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Distanzobjekt » Fr 28. Okt 2011, 15:54

Kara hat geschrieben:
Distanzobjekt hat geschrieben:Jede Naturwissenschaft die sich mit Bewegungen von Materie beschäftigt, beschäftigt sich mit der Bewegung von Energien...


Den Satz verstehe ich nicht. Könntest du bitte nochmal auf laienhafte Weise erklären, was du meinst !?
Natürlich. Jede Materie besteht aus Atomen und noch kleineren Einheiten. Diese Atome sind dennoch stetig in Bewegung auch wenn wir dies so nicht wahrnehmen können. Ergo beschäftigt man sich mit der Bewegung von Energien.

Kara hat geschrieben:
Willkürlich auf den Basen der existierenden Materie unter dem Aspekt von Mengenverteilung Kara.


Berücksichtigst du bei der Mengenverteilung auch die entspechende statistische Wahrscheinlichkeit für die Kombination von Basenpaaren, die zu einer lebenden Zelle führt ?
Ja.

Kara hat geschrieben:Welche Kraft lässt die molekularen Bestandteile des Lebens sinnvoll miteinander interagieren ?
Die Kraft ist die Bewegung oder auch Schwingung. Alle Möglichkeiten treffen aufeinander und die welche passen ergeben das Produkt, sprich Zufall.
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Kara » Fr 28. Okt 2011, 16:15

Und an eben diesen Zufall glaube ich nicht.
Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass sich Moleküle spontan zu einer DNA zusammenfinden, für verschwindend gering.

Außerdem hieße das, dass sich spontan komplexe und extrem geordnete Systeme bilden würden.
Tatsächlich beobachtet man das Gegenteil... ich erinnere mich dunkel an den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, der u.a. besagt, dass die Entropie ständig zunimmt. Das heißt, Systeme streben immer in Richtung Unordnung (oder befinden sich im Gleichgewicht).

Spontane Entstehung von Leben wäre aber ein freiwilliger Vorgang Richtung vermehrter Ordnung, was sich in den Naturwissenschaften so gerade nicht beobachten lässt.

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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Distanzobjekt » Fr 28. Okt 2011, 16:52

Man muss Makro und Mikro ein wenig differenzieren denke ich. Das Leben wie wir es kennen erscheint mir nur als eine Möglichkeit von vielen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies so zustande gekommen ist wie es zustande gekommen ist halte ich für keine Geradlinigkeit und somit für Zufall.

Es sei allerdings gesagt, dass ich mit meiner Betrachtung vom Anbeginn unserem momentan Erkennbaren, dem Urknall und dem entstehen von Unversehens/ Sonnensysteme ausgehe, nicht aus dem biologischen Fragment der Wissenschaft. Das dies also bis zur Entstehung des Planeten auf dem wir leben inkl. Menschen durchgeplant war, stelle ich in Frage.
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Riku » Fr 28. Okt 2011, 16:56

Zum Thema Entropie:
Da fallen mir die chemischen Van-Der-Waals-Kräfte ein, die eben durch diese Entropie zu Anziehungskräften zwischen den Molekülen führen. Das heißt doch, dass trotz Chaos Ordnung herrscht. Nicht wahr? :P

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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Distanzobjekt » Fr 28. Okt 2011, 16:58

Absolut. Chaos ist eine Ordnung welche die Menschen nicht verstehen. Doch solange dies der Fall ist muss man von Zufall ausgehen.
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