Gibt es einen Gott?

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Kara
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Kara » Fr 28. Okt 2011, 17:07

Distanzobjekt hat geschrieben:Man muss Makro und Mikro ein wenig differenzieren denke ich. Das Leben wie wir es kennen erscheint mir nur als eine Möglichkeit von vielen. Die Wahrscheinlichkeit, dass dies so zustande gekommen ist wie es zustande gekommen ist halte ich für keine Geradlinigkeit und somit für Zufall.

Es sei allerdings gesagt, dass ich mit meiner Betrachtung vom Anbeginn unserem momentan Erkennbaren, dem Urknall und dem entstehen von Unversehens/ Sonnensysteme ausgehe, nicht aus dem biologischen Fragment der Wissenschaft. Das dies also bis zur Entstehung des Planeten auf dem wir leben inkl. Menschen durchgeplant war, stelle ich in Frage.


Es muss ja nicht komplett durchgeplant gewesen sein.
Nur aber intelligent geführt.
Siehe mein Vergleich mit technischen Entwicklungen:
Der Mensch hat die Kaskade der technischen Errungenschaften auch nicht durchgeplant,
aber sie konnten nur durch intelligentes Handeln entstehen, und nicht "durch Zufall".

Was meinst du mit "nicht aus dem biologischen Fragment der Wissenschaft" ?

Und zu Unterscheidung von Makro und Mikro:
Die Entwicklung der Arten (Makro) könnte ich noch eher dem Zufall zuschreiben als die Entstehung des Lebens als solches (Mikro).

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Distanzobjekt
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Distanzobjekt » Do 26. Jan 2012, 14:56

Kara hat geschrieben:Es muss ja nicht komplett durchgeplant gewesen sein.
Nur aber intelligent geführt.
Bewusste Führung oder unbewusste?

Gegenbeispiel: Stelle einen alten Baumstumpf schräg und lasse Wasser an der groben Rinde lang laufen. Das Wasser läuft unkalkulierbar. Lediglich die Grundrichtung nach Gesetzt der Anziehung ist vorhersagbar. Wie viel Einfluss kann also geltend gemacht werden?

Kara hat geschrieben:Siehe mein Vergleich mit technischen Entwicklungen:
Der Mensch hat die Kaskade der technischen Errungenschaften auch nicht durchgeplant,
aber sie konnten nur durch intelligentes Handeln entstehen, und nicht "durch Zufall".
Der Zufall war das Fundament, der Mensch reagierte entsprechend darauf. Schließlich war es reiner Zufall dass alle Konstellationen der Bedingung auf diesen Planeten dazu führten, dass Leben auf diesen, wie wir es kennen, möglich ist. Wir sind somit mit dem Zufall konfrontiert hier zu leben, wir betrachteten uns den Zufall, sprich die Umgebung und Gegebenheiten und forschen darauf. Vom Faustkeil zum Feuer, vom Feuer zum Eisen. Diese Dinge sind rein zufällig da, weil die Bedingungen auf dem Planeten stimmen. Würden sie nicht stimmen, könnten wir nicht damit arbeiten weil wir ggf. nicht einmal wüssten was das ist. Die meisten größten Errungenschaften, auch in der Wissenschaft, sind meist durch ein Nebenprodukt, sprich einem Zufall entstanden.

Hebeln wir das Ganze mal durch eine These aus. Gott ist ein Wesen mit Armen und Beinen, hat einen Kopf und ein Rumpf und sieht aus wie ein Mensch. Wir geben Gott einen Namen, sein Name ist Günter. Günter ist eine absolute Triefnase und spielt am liebsten Dominostein-Umwerfen. Er reiht die Steine beieinander. Er weiß was passiert wenn er den ersten umstößt, bis hier hin ist alles intelligent geplant. Doch beim umwerfen wusste er nicht, dass an einen der Steine ein Haar klebte, dass durch den Fall mit einer Fusel auf dem Boden fusionierend durch den Raum gewirbelt wurde und auf einer Pizza landete. Er spielt unbekümmert weiter während sich aus dieser Konstellation ein Universum bildet. Hierbei verweise ich auch nochmal auf die bildliche Verdeutlichung des Wasser auf der Rinde.

Daher stelle ich die Frage noch einmal klar. Ist die Möglichkeit aus Zufall heraus entsandten zu sein fern?

Für all jene die den Thread nicht vollständig mitverfolgt haben: die Frage ob es einen Gott gibt ist nicht der Ausgangspunkt, sondern ob Gott ein Bewusstsein hat und maßgeblich in das Geschehen aller Dinge eingreift bzw. eingreifen kann. Quasi hat Energie ein selbständiges Bewusstsein mit Einfluss auf das Leben als Ganzes.
1. Kunst und Schaffenskraft lässt sich genauso leicht kritisieren, wie es für den Kritiker schwer ist besseres zu leisten.
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Schneeflocke » Mi 23. Jan 2013, 22:10

Könnte ich mir vorstellen, dass er ein Bewusstsein hat. Gott handelt wie freie Elektronen. Die meiste Zeit wissen wir gar nicht wo (in diesem speziellem Fall wer oder was) er ist. Meine Ansicht zum christlichem Gott gebe ich hier nicht kund weil ich mit mir in der Sache noch nicht ganz im Reinen bin.
Distanzobjekt hat geschrieben:Absolut. Chaos ist eine Ordnung welche die Menschen nicht verstehen. Doch solange dies der Fall ist muss man von Zufall ausgehen.

Da ich mir ziemlich sicher bin, dass damit nicht das Chaos in meinem Kinderzimmer gemeint ist,
Offtopic:
Ich muss mal aufräumen T_T

glaube ich, dass das Chaos Gott selber ist.
Offtopic:
Mag sein dass ich ein wenig langsam bin, aber solche Themen interessieren mich. In der Schule kann ich da nicht drüber reden, weil meine Freundinnen das nicht verstehen. *errötet*
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Riku » Do 24. Jan 2013, 10:46

Schneeflocke hat geschrieben:glaube ich, dass das Chaos Gott selber ist.

Aha - und wie soll dir "ein Zustand vollständiger Unordnung oder Verwirrung" helfen?

Ne Leute, sogar unsere Relilehrer gehen von einer fremden Macht aus, "die mich lieb hat" - Chaos liebt bestimmt jeden.
Von diesem Standpunkt aus gesehen ist Religion der Glaube an eine fremde Macht und Atheismus der Glaube an die eigene Macht.

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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Schneeflocke » Do 24. Jan 2013, 15:56

Eben deswegen. Das Chaos hilft mir ja gerade nicht, also deckt sich das in etwa mit meiner persönlichen christlichen Interpretation von Gott. Verstehst du in etwa meinem Gedankengang? :-s
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Riku » Do 24. Jan 2013, 16:29

Nein.

Du behauptest, dass Gott das Chaos sei, aber stimmst der These zu, dass Gott nicht das Chaos ist. Wo ist da die Logik? ;)

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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Schneeflocke » Do 24. Jan 2013, 20:21

Ich erwarte wieder zu viel von anderen Menschen oder? ...
Ok falls du den vergleich mit dem christlichen Gott meinst. Ich sehe ihn als Hirngespinst an. Ich habe nur den Gott verglichen den wir gerade hier besprechen und den christlichen Gott den uns die Pfaffen einimpfen wollen.
Zu beiden habe ich eine Meinung und eine Interpretation, aber ich sagte nie (jedenfalls meiner Meinung nach), dass Gott nicht das Chaos ist. Ok nach neun Stunden Schule mag das ein wenig wirr klingen, aber ich hoffe ich konnte es klären. ;)
Offtopic:
Und ein paar Sprüche klopfen muss ich auch noch. [sorry]
"Der Dumme hält Ordnung, das Genie beherrscht das Chaos"
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Riku » Fr 25. Jan 2013, 12:30

Offtopic:
Schneeflocke hat geschrieben:"Der Dumme hält Ordnung, das Genie beherrscht das Chaos"

Zitat ohne Autor? Na denn... ;)
Ordnung ist unnatürlich, da ein Gleichgewicht nur dann vorhanden ist, wenn die Entropie maximal ist.
Und da ich ein Genie bin und weiß, was Chaos ist, dürfte ja nichts mehr schiefgehen...

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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Schneeflocke » Fr 25. Jan 2013, 13:54

Offtopic:
Keine ahnung von wem das ist, ich habs aber auch nicht für nötig erachtet, jetzt zu suchen. Joa ich hab schon bemerkt das du überdurchschnittliche Intelligenz verfügst. Sag mir, Riku auf welche Schule gehst du? ;)
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Re: Gibt es einen Gott?

Beitragvon Riku » Fr 25. Jan 2013, 15:56

Offtopic:
Baumschule für hochbegabte Sonderschüler - Fachgebiet: Blättersammeln und Kastanienweitwurf. :D
Ne, ich gehe auf ein normales Gymnasium und bin im Abi. Aber das könnte man an anderer Stelle bequatschen, weil drei OT-Beiträge untereinander sind schon hart.^^


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